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Robo-Advisor Schweiz im Vergleich: Selma, True Wealth und Descartes

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Robo-Advisor verwalten frei verfügbares Vermögen, nicht die Säule 3a
  • Wertschriften liegen meist segregiert bei einer Depotbank
  • Gesamtkosten setzen sich aus Servicegebühr, TER und Depotgebühren zusammen
  • Aktuelle Konditionen immer direkt beim Anbieter prüfen

Robo-Advisor wie Selma, True Wealth oder Descartes gehören zu den bekanntesten digitalen Vermögensverwaltern der Schweiz. Sie versprechen diversifizierte ETF-Portfolios ohne aktives Zutun der Kundinnen und Kunden. Dieser Vergleich zeigt, worauf es bei Struktur, Sicherheit und Kosten wirklich ankommt.

Was ist ein Robo-Advisor?

Ein Robo-Advisor erstellt nach einem Risikofragebogen ein individuelles Anlageprofil und setzt dieses mit einem Korb aus ETF um. Die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen wird anschliessend automatisch überwacht und bei Bedarf periodisch rebalanciert, ohne dass die Kundin oder der Kunde selbst eingreifen muss.

Abgrenzung zu Säule 3a und Trading-Apps

Wichtig ist die klare Abgrenzung zu anderen Produktkategorien: Ein Robo-Advisor verwaltet frei verfügbares Vermögen ohne steuerliche Vorbezugsregeln, während die Säule 3a ein Vorsorgevehikel mit Steuervorteil, aber eingeschränktem Zugriff darstellt. Details zum direkten Vergleich der grössten 3a-Anbieter zeigt der Beitrag zu Viac vs. Finpension. Im Unterschied dazu wählt bei einem Trading-Broker die Kundschaft einzelne Titel selbst aus, während beim Robo-Advisor die Portfoliozusammensetzung delegiert bleibt.

Depotstruktur und Sicherheit

Ein zentrales Kriterium bei der Anbieterwahl ist die Depotstruktur. Die meisten Robo-Advisor halten die Kundenvermögen nicht in der eigenen Bilanz, sondern in einem segregierten Konto oder Depot bei einer angeschlossenen Depotbank. Dies ist insbesondere im Fall einer Insolvenz des Robo-Advisors relevant, da segregierte Vermögenswerte in der Regel nicht in die Konkursmasse des Anbieters fallen. Die genaue Ausgestaltung sollte dennoch stets in den aktuellen Vertragsunterlagen des jeweiligen Anbieters nachgelesen werden.

Gesamtkosten statt Einzelgebühr vergleichen

Viele Vergleiche beschränken sich auf die Servicegebühr des Robo-Advisors. Für die tatsächliche Kostenbelastung zählt jedoch die Summe aus Servicegebühr, der Gesamtkostenquote (TER) der verwendeten ETF sowie allfälliger Depotgebühren der Depotbank. Erst dieser Gesamtblick ermöglicht einen fairen Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern.

Fazit: Worauf es ankommt

Folglich lohnt sich vor einer Entscheidung ein Blick auf die Depotstruktur, die aufsichtsrechtliche Einordnung der Depotbank sowie die vollständigen Kosten über alle Gebührenebenen hinweg. Konkrete Zahlen ändern sich laufend, weshalb stets die aktuell publizierten Konditionen der einzelnen Anbieter massgebend sind.

Einen Gesamtüberblick über alle Anbieter bietet der Anbieter-Hauptratgeber dieses Portals.

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Häufig gestellte Fragen zu Robo-Advisorn in der Schweiz

Antworten zur Abgrenzung von Säule 3a und Trading-Apps, zur Depotstruktur und zum richtigen Kostenvergleich.

Ein Robo-Advisor verwaltet frei verfügbares Vermögen (also nicht die steuerlich privilegierte Säule 3a) in diversifizierten ETF-Portfolios. Nach einem Risikofragebogen wird eine passende Anlagestrategie vorgeschlagen und automatisch umgesetzt sowie periodisch rebalanciert.