Eine zu tief angesetzte Hausratversicherung führt im Schadenfall oft zu einer bösen Überraschung: Die Auszahlung wird gekürzt, selbst wenn die Prämie regelmässig bezahlt wurde. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie eine Unterversicherung erkennen und zuverlässig vermeiden.
Was ist eine Unterversicherung?
Eine Unterversicherung entsteht, wenn die vereinbarte Versicherungssumme tiefer liegt als der tatsächliche Neuwert des gesamten Hausrats. Dies passiert häufig schleichend, etwa durch neue Möbel, Elektronik oder Wertgegenstände, die nie in die Versicherungssumme eingerechnet wurden.
Folgen im Schadenfall
Im Schadenfall kürzt die Versicherung die Auszahlung proportional zum Verhältnis zwischen Versicherungssumme und tatsächlichem Neuwert. Deshalb erhalten Betroffene selbst bei korrekt gemeldetem Schaden oft nur einen Bruchteil der realen Wiederbeschaffungskosten.
Versicherungssumme berechnen
Für eine realistische Einschätzung lohnt sich ein vollständiges Inventar aller Räume, inklusive Möbel, Elektronik, Kleidung und Wertgegenstände. Folglich sollte die Versicherungssumme dem addierten Neuwert aller Gegenstände entsprechen, nicht dem ursprünglichen Kaufpreis.
Versicherungssumme regelmässig anpassen
Nach grösseren Anschaffungen wie neuen Möbeln oder Elektronik sollte die Versicherungssumme zeitnah angepasst werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich mindestens eine jährliche Überprüfung der Police zusammen mit dem Versicherer.
Verzicht auf Unterversicherung prüfen
Viele Versicherer bieten gegen einen moderaten Prämienaufschlag einen vollständigen Verzicht auf die Einrede der Unterversicherung an. Dies bietet zusätzliche Sicherheit, falls die geschätzte Versicherungssumme dennoch zu tief ausfallen sollte.
Weitere Kostenfallen bei Versicherungen zeigt der Versicherungs-Hauptratgeber dieses Portals.