Neben der sichtbaren Verwaltungsgebühr verstecken sich bei vielen Säule-3a-Fonds zusätzliche Kosten, die selten offen kommuniziert werden. Stempelabgaben und Währungsverluste können die Rendite über Jahrzehnte spürbar schmälern. Dieser Ratgeber deckt die wichtigsten versteckten Kostenfaktoren auf.
Sichtbare vs. versteckte Kosten
Die meisten Anleger kennen nur die ausgewiesene Verwaltungsgebühr ihres Fonds. Daneben existieren jedoch weitere Kostenblöcke wie Transaktionskosten, Stempelabgaben und Währungseffekte, die selten in der Marketingkommunikation der Anbieter auftauchen.
Was sind Stempelabgaben?
Die eidgenössische Umsatzabgabe wird beim Kauf oder Verkauf bestimmter in- und ausländischer Wertschriften erhoben. Bei Fonds, die regelmässig umgeschichtet werden, summieren sich diese Abgaben über die Jahre zu einem spürbaren Betrag.
Währungsverluste bei US-Fonds
Globale Aktienfonds enthalten häufig einen hohen Anteil an US-Dollar-Titeln. Schwankt der Wechselkurs zwischen Franken und Dollar, wirkt sich dies direkt auf den Fondswert aus, unabhängig von der tatsächlichen Kursentwicklung der enthaltenen Unternehmen.
Die TER richtig lesen
Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio) bildet die laufenden Verwaltungskosten ab, nicht jedoch Transaktionskosten oder Stempelabgaben. Deshalb sollte die TER stets als Mindestkosten verstanden werden, nicht als vollständige Kostenangabe.
So erkennen Sie die echten Kosten
Ein Vergleich der tatsächlichen Netto-Performance über mehrere Jahre zeigt die echten Gesamtkosten zuverlässiger als die reine TER. Folglich lohnt sich ein Blick auf historische Renditedaten verschiedener Anbieter, etwa im Vergleich von Viac und Finpension.
Weitere Kostenfallen im Finanzbereich erklärt der Anbieter-Hauptratgeber dieses Portals.